Arzttermine ab 2027: Wird es schwieriger, und was kann ich tun?

Stand: 31. Oktober 2026. Ab Januar ändert sich, wie Praxen für bestimmte Leistungen bezahlt werden. Ärzte und Kassen streiten, ob das weniger Termine bedeutet. Hier die wichtigsten Fragen.

Was ändert sich ab 1. Januar 2027 für die Praxen?

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werden viele Leistungen, die Praxen bisher ohne Mengengrenze extra abrechnen konnten, mengenbegrenzt. Dazu zählen laut KBV unter anderem ambulante Operationen, Früherkennung und Psychotherapie. Zuschläge für zusätzliche Termine, für vermittelte Facharztfälle und für die offene Sprechstunde fallen weg.

Deshalb: Beschlossen ist die neue Vergütung, nicht eine Kürzung deiner Termine.

Bekomme ich ab 2027 schwerer einen Termin?

Das ist umstritten. Die KBV rechnet mit rund 46 Millionen Behandlungsfällen, die nicht mehr finanziert wären, und erwartet weniger Termine. Der GKV-Spitzenverband nennt das „nicht richtig“. Wie jede Praxis reagiert, entscheidet sie selbst.

Deshalb: Rechne mit möglichen Engpässen, aber nicht mit einem pauschalen Terminstopp.

Habe ich weiter Anspruch auf Behandlung?

Ja. Als gesetzlich Versicherter hast du weiterhin Anspruch auf die medizinisch notwendige Behandlung. Das Spargesetz ändert daran nichts.

Deshalb: Lass dich bei medizinisch notwendigen Terminen nicht abwimmeln.

Was hilft, wenn ich dringend zum Facharzt muss?

Lass dir in der Hausarztpraxis eine Überweisung mit Dringlichkeitscode geben. Damit vermittelt dir die Terminservicestelle unter 116117 einen Facharzttermin. Wie das genau läuft, steht in unserer FAQ zum Facharzttermin über die 116117.

Deshalb: Dringlichkeitscode plus 116117 ist der sicherste Weg bei Eile.

Soll ich Termine noch 2026 legen?

Wenn sie planbar sind, ja. Das gilt vor allem für Vorsorge, Check-ups und regelmäßige Kontrollen. Frag in deiner Praxis auch, wie sie die Terminvergabe 2027 regeln will.

Deshalb: Was ohnehin ansteht, jetzt vereinbaren.