Weniger als drei Wochen: Fusion unter BAS-Vorbehalt.
Zum 1.10.2026 sollen IKK gesund plus und IKK Brandenburg und Berlin unter dem Namen IKK gesund plus fusionieren – rund 600.000 bis 636.000 Versicherte, Ziel-Zusatzbeitrag 3,39 Prozent statt 4,35 Prozent bei der IKK BB. Mitgliedschaft bleibt, 64 Geschäftsstellen, keine Anträge nötig. Die BAS-Genehmigung steht noch aus.
Der Kalender rückt näher: Am 1. Oktober 2026 soll die Fusion von IKK gesund plus und IKK Brandenburg und Berlin (IKK BB) greifen – deutlich früher als viele andere Kassenfusionen Richtung Jahreswechsel 2027. Die wichtigsten Punkte zur IKK-Fusion im Oktober 2026IKK gesund plus – Fusion Oktober 2026IKK gesund plus und IKK Brandenburg und Berlin wollen zum 1.10.2026 unter dem Namen IKK gesund plus fusionieren. BAS-Zustimmung steht noch aus; für BB-Versicherte ist ein Beitragsvorteil vorgesehen. findest du im FAQ. Stand Mitte September bestätigt die offizielle Fusionsseite der IKK BB den Termin weiterhin, und zwar ausdrücklich vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS). Für dich als Versicherte:n heißt das: jetzt ist Countdown-Zeit – mit klaren Fakten, ohne Panik und ohne unnötigen Papierkram.
Der Stand kurz vor dem Stichtag
Die Verwaltungsräte beider Kassen haben den Zusammenschluss einstimmig beschlossen. Die fusionierte Kasse führt den Namen IKK gesund plus fort und bleibt bundesweit wählbar. Nach Medien- und Kassenangaben kommen etwa 211.000 Versicherte der IKK BB und rund 425.000 der IKK gesund plus zusammen – das ergibt eine Spanne von etwa 600.000 bis 636.000 Versicherten. Damit rückt die neue IKK gesund plus unter die 25 größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands.
Was für den Alltag besonders zählt:
- Wirksamkeitsdatum: 1. Oktober 2026 (BAS-Vorbehalt)
- Name: IKK gesund plus
- Geschäftsstellen: 64 Standorte u. a. in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven
- Mitgliedschaft: bleibt bestehen – keine Anträge, keine Unterlagen nötig
- Arbeitgeber: erforderliche Meldungen und Prozesse sollen im Rahmen der Fusion automatisiert laufen
- Erste Verwaltungsratssitzung der neuen Kasse: laut Berichterstattung u. a. für den 2. Oktober avisiert
Ursprünglich war eher ein Horizont Anfang 2027 im Gespräch; der Termin wurde auf Oktober 2026 vorgezogen. Genau deshalb ist der Countdown jetzt relevant: Weniger als drei Wochen bleiben für Kommunikation, IT-Umstellung und Arbeitgeberprozesse.
Zusatzbeitrag: 3,39 Prozent als Ziel – Entlastung vor allem für IKK-BB-Versicherte
Das greifbarste Signal für viele Haushalte und Betriebe ist der geplante Zusatzbeitrag von 3,39 Prozent. Das entspricht dem aktuellen Satz der IKK gesund plus. Für bisherige Mitglieder der IKK BB wäre das eine deutliche Senkung gegenüber 4,35 Prozent – fast ein Prozentpunkt weniger. Die Differenz merkst du im Monatsbeitrag; bei Pflichtversicherten teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber den Zusatzbeitrag, freiwillig Versicherte tragen ihn in der Regel allein.
Wichtig für deine Planung: Solange die BAS nicht zugestimmt hat und die Fusion nicht rechtswirksam ist, gelten die bisherigen Beitragssätze der jeweiligen Kasse. Der Wert 3,39 Prozent ist das kommunizierte Ziel der fusionierten Kasse – kein bereits festgeschriebener Tarif für den September. Warte daher auf die offizielle Bestätigung, bevor du langfristige Entscheidungen ausschließlich auf diese Zahl stützt. Im Marktvergleich bleibt 3,39 Prozent weiterhin im oberen Bereich; der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026 liegt deutlich darunter. Für IKK-BB-Versicherte und ihre Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg ist die geplante Senkung dennoch eine der spürbarsten Entlastungen der laufenden Fusionswelle.
Was du tun musst – und was nicht
Gute Nachricht zuerst: Du musst nichts beantragen. Laut IKK BB bleiben Versicherungsschutz und Leistungsversorgung ohne Unterbrechung bestehen. Die Mitgliedschaft geht im Fusionsfall kraft Gesetzes auf die fortgeführte Kasse über. Deine bisherige Versichertenkarte der IKK BB kannst du laut Kasseninfo weiter nutzen, bis du eine neue erhältst. Über Änderungen wirst du rechtzeitig informiert.
Was du trotzdem sinnvoll prüfst:
- Kontaktdaten aktuell halten – Adresse, E-Mail, Bankverbindung, damit Schreiben und ggf. neue Karte ankommen.
- Online-Zugang und App im Blick behalten – Portale und Hotlines werden oft schrittweise zusammengeführt.
- Laufende Anträge und Genehmigungen notieren (Reha, Hilfsmittel, Satzungsleistungen) – sie sollten fortgeführt werden; bei Unklarheiten früh nachfragen.
- Beitragsbescheide nach dem Stichtag prüfen – besonders als Selbstständige:r oder freiwillig Versicherte:r.
- Offizielle Kanäle nutzen – Fusionsseite der IKK BB und Informationen der IKK gesund plus, nicht nur Social-Media-Gerüchte.
Service vor Ort: 64 Geschäftsstellen bleiben
Viele Versicherte fragen zuerst: Bleibt meine Geschäftsstelle? Die Antwort der Kassen lautet klar: Die neue IKK gesund plus verfügt über ein breites Netz mit 64 Standorten. Persönliche Beratung in der Region soll erhalten bleiben und mit digitalen Angeboten verzahnt werden – Motto der Kommunikation: einfach. digital. nah. Betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen. Für dich bedeutet das: Erreichbarkeit vor Ort ist Teil des Fusionsversprechens – parallel zu Web, Telefon und App bundesweit.
Warum die Fusion jetzt kommt – und was der Markt daraus macht
Beide Kassen betonen einen Zusammenschluss aus wirtschaftlicher Stärke, nicht aus Not. Investitionsbedarf in Digitalisierung, Versorgung und Fachkräftesicherung, gebündelte Budgets und ein „strategisches Schutzschild“ für Beitragszahler sind die Argumente. Politisch positionieren sich die Kassen zugleich gegen staatlich verordnete Strukturpolitik und für freiwillige Fusionen starker Partner – ein Thema, das in der Debatte um weniger Krankenkassen ohnehin mitschwingt.
Für den Wettbewerb in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bremen ist der frühe Stichtag ein Signal: Während andere Fusionen (etwa im BKK-Bereich) oft erst 2027 greifen, entsteht hier schon im Herbst operativer Druck – und ein Beitragsimpuls gegenüber regionalen Alternativen. Für Dienstleister und Arbeitgeber heißt das: IT-Migration, Kassendaten und Lohnprozesse müssen das Fenster Oktober 2026 gesondert einplanen, bevor der große Jahreswechsel-Peak beginnt.
Checkliste für die letzten Wochen bis zum 1. Oktober
BAS im Blick: Ohne Genehmigung bleibt der 1.10. unter Vorbehalt. Achte auf Bestätigungsmeldungen der Kassen.
Beitrag einordnen: Rechne mit dem Ziel 3,39 Prozent für die fusionierte Kasse – vergleiche ihn mit deinem aktuellen Satz und Alternativen, ohne hektisch zu kündigen.
Keine Aktionismus-Anträge: Mitgliedschaft bleibt; Anträge sind nicht nötig. Bewahre aber Fusionsanschreiben auf.
Arbeitgeber informieren lassen: Lohnstellen stellen in der Regel automatisch um. Bei Unstimmigkeiten in der ersten Abrechnung nach dem Stichtag nachhaken.
Wechseloptionen kennen: Eine Fusion allein begründet kein Sonderkündigungsrecht. Ob ein Wechsel sinnvoll ist, hängt von Beitrag, Service und individuellen Leistungen ab – nicht nur von der Schlagzeile „Fusion“.
Fazit: Countdown mit klarer Entlastungslogik – aber unter Vorbehalt
In weniger als drei Wochen soll aus IKK gesund plus und IKK BB eine gemeinsame IKK gesund plus mit rund 600.000 bis 636.000 Versicherten werden. Für bisherige IKK-BB-Mitglieder ist der geplante Zusatzbeitrag von 3,39 Prozent statt 4,35 Prozent das stärkste Plus; 64 Geschäftsstellen, fortlaufende Mitgliedschaft und keine Anträge sollen den Übergang ruhig halten. Entscheidend bleibt die noch ausstehende BAS-Zustimmung. Bis dahin: informiert bleiben, Kontaktdaten prüfen, Stichtag im Kalender markieren – und den Countdown als Vorbereitung nutzen, nicht als Stressauslöser.
Quellen
- IKK BB: Informationen zur Fusion mit der IKK gesund plus
- IKK BB Presse: Fusion aus Stärke – Verwaltungsräte beschließen Zusammenschluss
- Deutsches Ärzteblatt: Zwei Krankenkassen im IKK-System fusionieren
- Merkur: Krankenkassen-Fusion bringt vielen Versicherten Entlastung
- krankenkasseninfo.de: Zusatzbeitrag sinkt durch Fusion – Entlastung ab Oktober für IKK-BB-Versicherte


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